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09. September 2026

Warum die Inklusionsinitiative notwendig ist

InklusionBuchInitiativeLesezeit: 1 minGeschrieben von Islam Alijaj

Die Schweiz ist gut darin, Probleme zu analysieren und Lösungen aufzuschieben. Gegenvorschläge, Prüfaufträge und Pilotprojekte gehören zur politischen Routine. Wir lieben Konzepte. Und bei Inputs schweben wir im siebten Himmel.

Beim Thema Inklusion hat diese Zurückhaltung jedoch dazu geführt, dass sich trotz klarer Verpflichtungen zu wenig verändert hat.

Die Inklusionsinitiative ist keine radikale Forderung, sondern eine Konsequenz aus jahrelanger Untätigkeit. Sie will festschreiben, dass Menschen mit Behinderungen Anspruch auf Gleichstellung, Teilhabe und die notwendige Unterstützung haben. Und zwar als einklagbares Recht.

Dass es dafür eine Volksinitiative braucht, sagt viel über den bisherigen Umgang mit dem Thema aus. Freiwillige Massnahmen und Absichtserklärungen haben nicht ausgereicht. Fortschritte blieben punktuell und abhängig vom politischen Willen einzelner Akteure.

Die Initiative verschiebt den Fokus von Fürsorge hin zu Rechten. Sie zwingt Politik und Verwaltung, Verantwortung zu übernehmen und sich festzulegen. Das ist unbequem, aber notwendig.

Wer heute sagt, das gehe zu weit oder sei zu teuer, sollte sich fragen, für wen der aktuelle Zustand bequem ist. Für Menschen, die ihr Leben lang auf Gleichstellung warten sollen, sicher nicht. Inklusion ist kein Luxusprojekt, sondern ein Gradmesser dafür, wie ernst wir es mit Demokratie und Menschenrechten meinen.

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